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Yoga & FAQ
"Yoga muss nicht heißen, dass Sie Ihren Körper hoffnungslos verknoten. Vielmehr soll Yoga zu Ihrer Entspannung beitragen, auch wenn es zunächst nicht so aussieht. Yoga ist vieles auf einmal: Gymnastik, Fitness, eine Technik zur Stressreduzierung, Meditation, bewusstes Atmen, Förderung Ihrer Gesundheit und vor allem die Verbindung und Einheit von Geist und Körper, welche vermeiden soll, dass Sie des Öfteren neben sich stehen und außer sich sind. Yoga beruht im Wesentlichen auf der Verbindung von körperlichem und geistigem Training, das jeder erlernen kann, um seine Lebensqualität zu verbessern." Yoga für Dummies von Georg Feuerstein, Larry Payne Literaturempfehlung mit Leseprobe (siehe auch unter Bücher)
Yoga ist eine mehrere tausend Jahre alte indische Wissenschaft, welche in unserer westlichen Welt eine immer größere Schar an Anhägern findet. Immer mehr Menschen praktizieren Yoga. In Amerika sind es über 15 Millionen, in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen.
Wer regelmäßig Yoga praktiziert, merkt schnell, dass es um mehr geht, als nur um körperliche Fitness und mehr Beweglichkeit. Yoga verbindet Körper und Geist, so dass der Übende inneren Frieden erfahren kann. Yoga wurde entwickelt als ein Weg, die Selbsterkenntnis zu fördern. Das Wort Yoga stammt von dem englischen "yoke" (deutsch: Joch) und hat seinen Ursprung in dem Sanskritwort "yugit", welches "miteinander verbinden" bedeutet. Um diese Verbindung zu erreichen, wendet Yoga eine Vielzahl von Techniken an: verschiedene Körperhaltungen, Bewegungen, Atemtechniken, mentale Konzentration und Meditation. Einer der zentralen Aspekte des Yoga ist die Fähigkeit, das eigene Leben bewusst zu führen.
In der westlichen Welt ist Hatha-Yoga am verbreitetsten. Wobei der Schwerpunkt im Yogaunterricht überwiegend auf den Körperübungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und der Tiefenentspannung (Shavasana) liegt.
Asanas (Körperübungen)
Asanas sind Körperübungen, bei denen eine bestimmte Stellung eine zeitlang gehalten wird. Asanas entwickeln auf sanfte Art Muskelstärke, Flexibilität und Körperbewusstsein. Durch das ruhige Halten der Stellungen werden blockierte Lebensenergiekräfte wieder zum Fließen gebracht, innere Heilkräfte aktiviert und die inneren Organe besser durchblutet. Asanas sind eine wirksame Vorbeugung gegen Krankheiten jeder Art und können andere Therapien in ihrer Wirksamkeit sehr unterstützen.
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Pranayama (Atemübungen)
Durch Stress, Verspannungen, falsche Körperhaltungen und schlechte Angewohnheiten atmen die meisten Menschen zu flach. Sie geben ihrem System zu wenig Sauerstoff und klagen über zu schnelle Ermüdung. Mit speziellen Atemübungen kann die Lebensenergie wieder aufgebaut werden.
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Shavasana (Tiefenentspannung)
In der Tiefenentspannung werden Stresshormone abgebaut, das Immunsystem wird gestärkt, Heilprozesse gefördert, Stärke und Ruhe wieder hergestellt.
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Muss ich besonders gelenkig sein, um Yoga machen zu können?
Nein. Es kommt nicht in erster Linie darauf an, die Yoga Positionen ganz perfekt auszuführen. Es geht vielmehr darum, den Körper kennen zu lernen und die eigenen Grenzen zu erfahren. Für Yoga Haltungen, die eine gewisse Gelenkigkeit erfordern, gibt es immer einfache Alternativen, die für jeden durchführbar sind. Und ganz nebenbei: Sie werden staunen, wie gelenkig Sie nach einigen wenigen Yoga Stunden sind!
Hat Yoga etwas mit Religion zu tun?
Nein. Menschen aus allen Kulturkreisen und Religionen praktizieren heutzutage Yoga. Es gibt religiöse Gruppierungen, die Yoga machen, zum Beispiel findet man im Kundalini Yoga einige Sikhs. Yoga ist aber wesentlich älter; die Sikh-Religion beispielsweise gibt es erst 500 Jahre; Yoga hingegen mindestens 4.000 Jahre.
Muss ich dauernd im Schneidersitz auf dem Boden sitzen?
Nein. Viele Übungen können Sie auch im Sitzen auf einem Stuhl durchführen. Und es gibt Übungen in Bauch- und Rückenlage, im Stehen und mit viel Bewegung. Lediglich die Meditationen werden oft im Schneidersitz durchgeführt, aber auch dafür gibt es Alternativen.
Ist Yoga gefährlich?
Grundsätzlich nicht. Es kommt darauf an, wie man es anwendet. Selbst ein Brotmesser kann gefährlich sein, wenn man sich versehentlich damit schneidet. Daher empfiehlt es sich, Yoga bei einem guten Lehrer unter fachkundiger Anleitung zu lernen.
Was ist beim Yoga zu beachten?
Am besten sollte man zwei Stunden vor den Yoga Übungen nichts mehr essen. Trinken hingegen ist kein Problem, im Gegenteil: Man sollte vor, nach und sogar während des Unterrichts extra Wasser zu sich nehmen, um die inneren Reinigungsprozesse, die das Yoga in Gang bringt, zu unterstützen.
Was muss ich beim Yoga anziehen?
Wichtig ist bequeme Kleidung, die nirgends einengt. Geeignet sind ganz normale Sportsachen. Es geht aber auch in Alltags- oder Bürokleidung, wenn Sie nur wenig Zeit haben und sich eine kurze Übung aussuchen. Tipp: Wenn Sie den obersten Knopf der Hose öffnen, haben Sie mehr Bauchfreiheit.
Wie finde ich einen Yoga Lehrer?
Alle ausgebildeten Yoga Lehrer sind bundesweit in Berufsverbänden und Lehrervereinen zusammengeschlossen. Die jeweils zentralen Organisationen geben Interessierten die Adressen von Yoga Lehrern und verweisen auf Kursangebote in der Nähe. Auf Anfrage erteilen wir gerne Auskunft über die verschiedenen Yoga Arten und nennen Ihnen die jeweiligen Ansprechpartner.
Welche Yoga Arten gibt es eigentlich?
Die bekannteste und am meisten praktizierte Yoga Art ist Hatha Yoga. Daneben gibt es zahlreiche andere Yoga Traditionen. Zum Beispiel Ashtanga-, Bikram, Iyenga-, Luna-, Chi- und Kundalini Yoga; alle haben den gleichen Ursprung. Im letzten Jahrhundert kamen viele Yoga Meister aus Indien in den Westen und unterrichteten hier ihre spezielle Yoga Art.
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